Fossilien

Palaeoperca proxima

Fakten

Deutscher Name

Doppelflosserbarsch

Taxonomie

Fische; Barsche

Benannt durch

Micklich

Jahr

1978

Erdzeitalter

Eozän

Alter

47 Millionen Jahre

Aussehen Beim Doppelflosserbarsch Palaeoperca proxima sind die Stacheln und der weichere Teil der Rückenflosse, im Gegensatz zu den beiden anderen Barscharten der Grube Messel, voneinander getrennt und nicht zusammenhängend. Der spindelförmige Körper wirkt gestreckt.

Verwandtschaft Einige Wissenschaftler vermuten, dass der Doppelflosserbarsch zu den Wolfsbarschen gehört bzw. näher mit ihnen verwandt ist. Innerhalb der Wolfbarsche kommen heutzutage vier Arten in Nordamerika (Süß- und Brackwasser) und zwei Arten an den Küsten Europas und Afrikas (Salz- und Brackwasser) vor. Der auch in der Nordsee lebende Europäische Wolfsbarsch besitzt, wie der Doppelflosserbarsch, voneinander getrennte Stacheln und weichstrahlige Rückenflosse.

Lebensweise Im Gegensatz zum Raubbarsch Amphiperca multiformis, war der Doppelflosserbarsch kein Lauerjäger. Vermutlich handelt es sich eher um einen Fisch, der mit einer guten Ausdauer seine Kreise durch offenes Wasser drehte. Hierbei ernährte er sich von kleinen Tieren und teilweise auch bestimmten Wasserpflanzen.

Fressfeinde Der Doppelflosserbarsch gehört zu den Beutetieren von Schlammfischen und Langschnäuzigen Knochenhechten. Von beiden sind Fossilien bekannt, die während ihres Todes gerade einen Doppelflosserbarsch verschlangen und anschließend versteinerten.

Bildnachweis
Foto: Hessisches Landesmuseum Darmstadt