Aussehen Ceropria messelense ist ein Schwarzkäfer, welcher um die 2 cm lang wurde und somit mit dem heutigen Mehlkäfer vergleichbar ist. Der Körper schimmerte metallisch. Diese Strukturfarben sind in der Grube Messel erhalten geblieben. Strukturfarben weisen, beispielsweise im Gegensatz zu den Pigmentfarben von Haaren, keine Pigmente auf, sondern entstehen durch Reflektion. Mikroskopisch kleine Strukturen reflektieren Licht einer bestimmten Wellenlänge. Heutige Beispiele sind die Panzer von Mist- und Rosenkäfern oder die blauen Augen in den Pfauenfedern. Durch diesen Effekt schimmern die Deckflügel von C. messelense metallisch gelblich-grün und an den Spitzen leicht bläulich. Der restliche Körper dagegen schimmert eher blau über türkis bis leicht grün. Der untere Teil der Beine und die mittellangen Fühler weisen keine Strukturfarben auf, weshalb sie schwarz überliefert sind.
Verwandtschaft C. messelense ist ein Schwarzkäfer. Die meisten Arten sind Alles- oder Pflanzenfresser. Die Schwarzkäfer sind heutzutage weltweit verbreitet, kommen aber in den Steppen- und Wüstenregionen von Afrika, Asien und Südamerika am häufigsten vor. Man geht davon aus, dass es 18.000 – 20.000 Arten weltweit gibt. Rund 70 Arten davon leben in Mitteleuropa. Die meisten Arten sind schwarz, es gibt aber auch heute noch metallisch bunt gefärbte Schwarzkäferarten. Die bekanntesten Schwarzkäfer sind der Große Totenkäfer (Blaps mortisaga), der Große Schwarzkäfer (Zophobas morio), der Mehlkäfer (Tenebrio molitor) und der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus). Die Larven der drei Letzteren, Zophobas, Mehlwürmer und Buffalowürmer, werden seit langem als Futter für Terrarientiere gezüchtet und dienen in neuerer Zeit auch als Lebensmittel für die menschliche Ernährung. Die Gattung Ceropria, welcher Ceropria messelense zu zuordnen ist, kommt noch in Afrika, Asien, Australien, Amerika und Ozeanien vor. Ein Käfer dieser Gattung mit metallisch schimmernden Farben ist die von Japan bis Sri Lanka verbreitete Art Ceropria induta.
Lebensweise C. messelense wird regelmäßig in verschiedenen Schichten der Grube Messel ausgegraben. Dies legt nahe, dass die Art am Messelsee oder zumindest der näheren Umgebung lebte.
Besonderheiten Ein Exemplar dieser Käferart, welcher in der Grube Messel gefunden wurde, hat ein Blütenblatt auf dem Deckflügel, welches sich dort abgelagert hatte.
Bildnachweis
Foto: Hessisches Landesmuseum Darmstadt/C. Behnke