Bevor Messel und seine Grube als Fossillagerstätte berühmt wurden, stand der Ölschiefer im Mittelpunkt. Das Gestein, welches die Fossilien umgibt, wurde hier seit Ende des 19. Jahrhunderts systematisch abgebaut und industriell weiterverarbeitet.
Ölschieferstoß im Tagebau Grube Messel 1948/49. Aufnahmen von Kurt Röhrig.
1948
TECHNOLOGISCHE INNOVATION
Bagger, Kettenbahnen und Schwelöfen prägten den industriellen Ölschieferabbau in Messel und machten die Grube zu einem bedeutenden Produktionsstandort.
Der massive Eingriff in die Landschaft schuf zugleich die Voraussetzungen dafür, dass die außergewöhnlich gut erhaltenen Fossilien entdeckt und wissenschaftlich erforscht werden konnten.
Bagger und Ladetrichter für die Förderwagen 1948/49. Aufnahmen von Kurt Röhrig.
Werk Messel 1948/49. Aufnahmen von Kurt Röhrig
Tagebau Grube Messel 1948/49. Aufnahmen von Kurt Röhrig.
Schwelöfen im Hintergrund 1948/49. Aufnahmen von Kurt Röhrig.
Kettenbahn 1948/49. Aufnahmen von Kurt Röhrig
1976
Mülldeponie & Bürgerinitiative
In den 1970er Jahren sollte die Grube Messel zur Mülldeponie werden. Der entschlossene Protest einer Bürgerinitiative verhinderte das Vorhaben und bewahrte die Grube.
Aufnahme von Lothar Wendel 1976.
1995
UNESCO-Weltnaturerbe
1995 wurde die Grube Messel als erstes deutsches UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet. Die Urkunde würdigt die außergewöhnliche wissenschaftliche Bedeutung der Fossilfunde und den erfolgreichen Einsatz für den Erhalt dieses einzigartigen Ortes.